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HFBK

aktuelle Texte

Auf dünnem Eis

Kurzreflektion auf einer Tagung zur dokumentarischen Haltung

von Prof. Pepe Danquart

Der Text („Dokumentarische Haltung“ von Christoph Hübner) über den hier debattiert wird, ist ja entstanden zu einer Zeit, als man im Dokumentarfilm noch hehre Haltungen eingefordert hat, also ich erinnere an heftige Debatten zwischen Klaus Kreimeier und Klaus Wildenhahn in Duisburg in den 80iger und 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Zwei heftige Positionen, die sich aus der Zeit des „direct cinema“ in den 60er Jahren im Gegenzug zum „cinema verité“, die behaupteten, dass man dort Wirklichkeit beeinflusst, die andere unsichtbar machen wollen. Die berühmte Fliege an der Wand, sozusagen zu beobachten und alles andere wurde als nicht dokumentarisch abgetan.

Wienexkursion

Text über die Wienexkursion für Lerchenfeld 03 von Bernd Schoch

I.Ankunft

Wien, diese alte Sau von Stadt. Kulturelles Zentrum Österreichs. Architektonische Überwältigungsmaschine und Ort brutalstmöglicher Sprache. Bestellt man einen Käsekrainer mit Senf, so ordert der Wiener eine Eitrige mit Schiss. Am Abend geht man dann ins Schnapsloch.

Der Zweifel

von Bernd Schoch

Auffällig viele Filme der diesjährigen, nunmehr 7., Dokfilmwoche Hamburg arbeiteten mit Text/Ton/Bildverschiebungen. Es scheint sich ein neuer Zweifel im Umgang mit dokumentarischen Material eingeschlichen zu haben. Wie macht man beispielsweise einen Film über einen Krieg, der einem hierzulande nur durch die scheinbar realitätsversichernden Bilder der Medien selbst vergegenwärtigt wird? Oder wie einen Film machen über einen Personenkreis, dessen Präfigurierung durch das Wort Anonym bestimmt wird? Wie geht man mit historischem, vorgefundenem Material adäquat um? Was für ein Verhältnis gibt es überhaupt zum Unsichtbaren? Während einer Recherche zu einem ganz anderem Thema bin ich auf folgenden Text eines HfbK Lehrenden gestoßen: