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Paßt bloß auf

Paßt bloß auf ...

ein video aus der kultur von unten. die stadtkultur aus der "bewegung" präsentiert sich: punks bemühen sich um nonsens, die obligate fünfziger-jahre-fete geht über die bühne und schließlich spielt der modische saxophonist gegen seinen weltschmerz. bestände der film nur aus solchen highlights, dann wäre er wohl nicht mehr als amüsant. aber allenthalben bricht in das bewegungidyll das ungleich absurdere leben ein.   

da reden die diskutanten einer fernsehrunde einen unnachahmlichen unsinn, da tastet einer auf einem elektronischen klavier herum, das ihm die verschiedensten repertoires vorfabriziert vorspielt - symbol für eine leerlaufende kultur von oben.

da erzählt einer allen ernstes von den überlebenschancen der offiziellen kulturgüter in seinem bunker. dann rückt auch die akribie der staatsgewalt ins bild. noch kann man lachen, wenn sich ein polizist lange zeit vergeblich müht, Luftballons von einem besetzten haus zu reißen. aber unversehens wird es ernst.

passanten werden überwacht, demonstranten verprügelt, in garagen geschleppt und zusammengeschlagen. immer ist die kamera dabei. hier wird video zu einem vorbildlichen und wirksamen mittel von gegenöffentlichkeit. hier ist video in konzentrierter filmischer beobachtung der gängigen dokumentarfilmpraxis weit voraus.

diese bilder werden uns auch immer noch beschäftigen, wenn so manche der bemühten kultureruptionen der "bewegung" längst vergessen sin

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Passt bloß auf