Der 8jährige Srulik flüchtet 1942 aus dem Warschauer Ghetto. Er versucht, erst im Wald und dann bei polnischen Bauern als christlichen Waisenkind Jurek zu überleben. Dabei droht er, seine jüdische Identität zu verlieren. Eine wahre Geschichte, basierend auf dem Bestseller von Uri Orlev und den Lebenserinnerung von Yoram Friedmann.
Der Projekt ist in Entwicklung, das Drehbuch von Heinrich Hadding (in Zusammenarbeit mir mir) geschrieben und geplanter Drehbeginn ist Januar 2012. Ein kleines Stück Emotionalität aus unser Begegnung mit Yoram Friedman seht ihr im unten stehenden Video Clip.
Synopsis
Sommer 1942. Im Alter von acht Jahren gelingt dem kleinen Srulik als einzigem Mitglied einer siebenköpfigen Familie die Flucht aus dem Warschauer Ghetto in die nahe gelegenen Kampinoski-Wälder. Zuerst mit einigen anderen jüdischen Kindern, später ganz allein, lebt er von Waldfrüchten, erjagten Kleintieren und kleinen Beutezügen durch die Gärten umliegender Bauernhöfe. Obwohl von Einsamkeit, Alpträumen und dauerndem Hunger gequält, übersteht er Sommer und Herbst, doch dann treibt ihn der Winter hinaus zu den Menschen, wo ihm ständig Verrat droht. Aber Srulik hat Glück und wird wochenlang von einer Bäuerin versteckt, vor allem aber mit einer neuen Identität versorgt: Aus dem flüchtigen Juden Srulik macht sie das versprengte polnische Waisenkind Jurek, das christliche Gebete kennt und ein Kruzifix um den Hals trägt. Prompt findet Jurek Arbeit auf einem Bauernhof und übersteht bei der Familie Wrobel als zuverlässiger und unerschrockener Knecht den Winter. Doch selbst andere Kinder sind ihm gegenüber misstrauisch und schon bald muss Jurek vor der drohenden Entlarvung fliehen. Vergeblich. Wenig später landet er durch den Verrat eines Bauern in den Fängen der Gestapo. Als er nach kurzem Verhör im Hof erschossen werden soll, kann Jurek entkommen, seine Verfolger und ihre Hunde aber erst durch die mutige Flucht in die Sümpfe abschütteln. Er wandert in eine andere Gegend und heuert auf einem Gutshof als Erntehelfer an. Eines Tages quetscht er sich die Hand in der Dreschmaschine, doch ein Arzt im Krankenhaus weigert sich, einen Juden zu operieren. Als der Chefarzt den Jungen später im Flur findet, hat er keine andere Wahl und muss Jureks rechten Arm amputieren. Nach anfänglicher Resignation beginnt Jurek, sich von diesem Schlag zu erholen, doch als seine Abholung durch die Gestapo droht, muss er mit Hilfe der wenigen ihm Wohlgesonnenen aus dem Krankenhaus fliehen. Dank unermüdlichen Übens schafft es Jurek, mit nur einem Arm zu überleben und sogar Arbeit zu finden. Doch er bleibt ein Gejagter. Noch einmal findet er Zuflucht bei der schönen Frau, woraufhin seine Häscher das Haus und das halbe Dorf niederbrennen, das ihnen schon lange als Partisanenhort ein Dorn im Auge war. Wenig später ist es ein deutscher Soldat, der Jurek beisteht, und ihm sogar ein paar Münzen gibt, um mit dem Zug aus der Gegend verschwinden zu können. Jureks Fahrt gen Osten nimmt jedoch ein abruptes Ende, als in einem Bahnhof die SS den Zug stürmt. Jurek versteckt sich und sieht, wie Männer und Frauen zur Zwangsarbeit verschleppt werden. Mit unerschütterlichem Überlebenswillen arbeitet sich Jurek monatelang von Bauernhof zu Bauernhof, während die Rote Armee immer näher rückt - und ihn schließlich „befreit.“ Über ein Jahr lebt er bei der Familie Kowalski und fühlt sich immer wohler in seiner „Adoptiv-Religion“. Als Jude hat er schließlich nur Elend erfahren. Er freundet sich mit dem Priester des Dorfes an, hilft ihm in der Kirche und erhält sogar die Erstkommunion. Umso größer der Schock für alle, als Jurek nach Kriegsende gegen seinen Willen ins jüdische Waisenhaus geholt wird, wo man ihm empört das Kruzifix vom Hals reißt. Er will fliehen, doch dann gelingt es einer einfühlsamen Jüdin, Jureks selbstschützende Schale aufzubrechen. Gemeinsam besuchen sie seine Heimatstadt, wo die Erinnerungen an seine Familie und seine Kindheit ihn überfluten, und er so einen verdrängten Teil seiner Identität zurück gewinnt. Er beschließt, im Waisenhaus zu bleiben und sich als Jude seiner Zukunft zu stellen. Ein Epilog berichtet mit Texttafeln vom weiteren Leben Yoram Fridmans und zeigt als Schlussbild den heute 75-jährigen im Kreis seiner sechs Enkel.