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Amnesty International Film Award auf der Berlinale

5900 Filme wurden eingereicht, gesichtet und das ausgesucht, was denn nun auf dem Filmfestival hier in Berlin gezeigt wird. Spannend. Die Leiter der verschienden Sektionen wie Wettbewerb (Dieter Kosslick), Panorama (Wieland Speck), das Forum und die Perspektive neuer deutscher Film haben darüber hinaus ca. 20 Filme ausgesucht, die für den "Amnesty International Film Award" in Frage kommen. Ich habe gerne der Anfrage zugestimmt, in der Jury teil zu nehmen, die den Preisträger ermitteln soll, weil ich Filme sehen werde, die einen Standpunkt beziehen, die Menschenrechte zum Inhalt haben, die wahrhaftig und authentisch sind, egal ob inszeniert, dokumentarisch oder experiementell, auf Film oder Video. Sie werden ein Anliegen haben: die Welt ein wenig besser zu machen, die Menschenwürde zu achten, Rassismus anzuprangern. Und daher wird jeder Film es Wert sein, ihn gesehen zu haben. Gespannt bin ich auf die Formen-Vielfalt, über den Mut, auch innovative ästhetische Wege zu gehen, um diese Fragen filmisch zu verarbeiten und die Radikalität, wie sie es tun werden. Denn Amnesty will mit dem Preis einerseits engagierte Filmschaffende unterstützen (der Preis ist mit 5000 Euro dotiert), anderseits auch, dass Filme mit Menschenrechts(verletzenden) Themen ein breites Publikum finden. Es geht also um Form UND Inhalt. Um gute Filme mit schwierigen Themen. Es geht um viel. Es geht um das Leben. Es in Würde zu erleben und um den Kampf gegen jedwede Verletzung derselben.

Ich freue mich sehr auf die Filme, die Zusammenarbeit mit Clemens Schick (ihr kennt ihn als den Bösewicht in "Casino Royal" und vom Theater) und Markus N. Beek (der bei Amnesty International sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert), die mit mir einen Preisträger auswählen dürfen.

Wer es sein wird, was ich gesehen habe, dann bei meinem nächsten Tagebucheintrag.