Texte und Theoretisches

Werner Herzog - Von einem, der die Schwerkraft der Erde nicht akzeptieren will

Werner Herzog - Von einem, der die Schwerkraft der Erde nicht akzeptieren will

Eröffnungsrede zur Ausstellung im Filmmuseum Berlin anlässlich seines 80igsten Geburtstages

Einführende Worte zur Eröffnung einer Werner Herzog Ausstellung hier im Filmmuseum in Berlin ist eine gewaltige Aufgabe. Wenigsten für mich. Ich spreche über jemanden, über den alles und in verschiedenen Variationen bereits gesagt, geschrieben und filmisch dokumentiert wurde. Über ein Werk, dass so gewaltig in Umfang und Qualität ist, dass man als Kollege ganz demütig wird. Über einen Mann, Künstler, Schriftsteller, Weltenerforscher und Filmemacher, der kein Limit kannte, dem keine Herausforderung zu groß war und ist, der scheinbar Unmögliches möglich machte, sich in die Abgründe menschlichen Daseins begab und lebendig wieder herauskam. Der Kultur und Natur nur aus zwei möglichen Sichtweisen be

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Zum Tode eines Freundes

Zum Tode eines Freundes

Wir lehrten beide an der Hochschule für bildende Künste (HFBK). Hans Joachim Lenger als Philosoph, ich als Film- und Medienkünstler. Jeder in seinem Schwerpunkt und Erkenntnisinteresse. Doch in den letzten Jahren hatten wir viele Seminare auch gemeinsam gestaltet, die mit Kino und Zeit, diversen Medientheorien, zuletzt mit Ungleichzeitigkeiten zu tun hatten. Am Anfang standen die Kinotheorien von Gilles Deleuze, festgehalten in den beiden Bänden Das Bewegungs- und Das Zeitbild. Dies war der Beginn einer gemeinsamen Auseinandersetzung über das Kino mit Studierenden über mehrere Semester hinweg im Studienschwerpunkt Film.

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Laudatio auf Werner Ruzicka

Laudatio auf Werner Ruzicka

Pepe Danquart anlässlich der Verleihung des Ehrenpreises der deutschen Filmkritik an Werner Ruzicka über einen Advokaten des Dokumentarischen, der als langjähriger Leiter den Duisburger Filmtagen ein unverwechselbares Profil gegeben hat: Nach den 42. Duisburger Filmtagen verabschiedet sich Werner Ruzicka, der als langjähriger Leiter wie kein anderer in Deutschland für die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Dokumentarfilm steht. Eine Würdigung des unbeirrbaren Festivalleiters …

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Unerschrocken subjektiv: der Filmemacher Johan van der Keuken

Unerschrocken subjektiv: der Filmemacher Johan van der Keuken

Globale, vielschichtig komplexe, klanglich wie visuell experimentelle Kompositionen in der Auseinandersetzung mit einer sich beständig verändernden Welt zeichnen das Werk des niederländischen Filmemachers, Fotografen und Künstlers Johan van der Keuken aus. Er war ein rastloser Schaffender und Umhergetriebener, ein scharfer Beobachter seiner Umwelt, ein engagierter Kommentator des Weltgeschehens, ein Kritiker der bestehenden Ordnung. Dabei vermischte er globale und persönliche, fast intime Sichtweisen, ignorierte künstliche Barrieren zwischen den verschiedenen Kunstformen, suchte die Momente, wo das fotografische Bild sich bewegt und montierte seine Filme wie Jazz-Improvisationen.

Eine Einführung zu Van der Keukens Film „Ferien eines Filmemachers“

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im bilde

im bilde

zum geleit der 37. duisburger filmwoche im jahr 2013

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Auch ein besoffenes Wort ist ein Versprochenes (2013)

Auch ein besoffenes Wort ist ein Versprochenes

Ich hatte noch das Rauschen der Karibik im Ohr, als ich vor einigen Jahren einen „Erinnerungsdrink“ bestellte, bei der Barmaid Beate, in der Victoriabar. Ich war gerade von der Karibikinsel Jamaica wieder gekommen und wollte den Geruch der Insel in einem Glas wiederbeleben, so jedenfalls lautete meine Bestellung. … An jenem „karibischen“ Abend mit „Ranglum“ zum abwinken versprach ich, wenn das Buch, über das wir schon Jahre reden, je entstehen sollte, woran ich selbst längst nicht mehr glaubte, werde ich das Vorwort schreiben.

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„Eine solche Geschichte muss erzählt werden“

Eine „Directors Note” zu „Lauf, Junge, lauf!”

Zum Biographischen in der Film-Kunst (2011)

Im Rahmen der Tagung Medialisierungsformen des (Auto-)Biographischen, die als Jahrestagung der Sektion Biographieforschung in der „Deutschen Gesellschaft für Soziologie“ im Dezember 2011 in Hamburg stattfand, wurde der Film Joschka und Herr Fischer in einer öffentlichen Veranstaltung im „Abaton Kino“ in Hamburg gezeigt und anschließend mit Pepe Danquart diskutiert. Aus diesem Gespräch ergab sich die Überlegung, ein Interview mit Pepe Danquart zu führen und dies in der vorliegenden Form abzudrucken. Es soll einen Einblick in wesentliche Fragen des Umgangs mit biographischem Material und die praktische Filmarbeit eines Filmkünstlers geben, während er eine Lebensgeschichte medial inszeniert. Hier der Text:

Zum Biographischen in der Film-Kunst

 

Auf dünnem Eis

Auf dünnem Eis

Kurzreflektion auf einer Tagung zur dokumentarischen Haltung

Pepe Danquarts Vortrag auf einer Podiumsdiskussion bei Dokville 2010 in Ludwigsburg, der jährlichen Tagung der Dokumentarfilmer/Produzenten in Deutschland, organisiert vom Haus des Dokumentarfilms und dem SWR

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Regiebekenntnisse

Regiebekenntnisse

Wie wird man Regisseur? Warum wird man Regisseur? Béatrice Ottersbach und Thomas Schadt baten namhafte Regisseure, über Lebenswege und Beweggründe zu berichten und zu erklären, warum sie diesen Beruf gewählt haben und ihn auch heute noch ausüben.

"Regiebekenntnisse" erlaubt Einblicke in die Arbeit von Regisseuren. Sie berichten über ihre Motivationen, über die Wirklichkeit von Projektentwicklung und -finanzierung, über Geschichten, die sie erzählen, die Zusammenarbeit mit Schauspielern und Team, über das Leben am Set, Bilder, die sie suchen oder finden, Erfolge und Misserfolge und über die Arbeit für Kino oder Fernsehen.

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„Geschichte kann man nur mit Haltung erzählen!“

Pepe Danquart über seinen neuen Film JOSCHKA UND HERR FISCHER, über eine Zeitreise durch sechzig Jahre deutsche Geschichte und den Ursprung des Protests gegen KKW’s von tapferen Badenern im Kaiserstuhl.

Ein Interview

BAD NEWS – DIE STUNDE DER DOKUMENTARFILMER

2012 eröffnete Pepe Danquart mit der Key-Note „Bad News: von Menschen, Redakteuren und dokumentarischen Kolporteuren” die DOKVILLE Tagung.
In Anlehnung an den Titel eines Dokumentarfilms von Ulrich Seidl fasste Danquart das ganze Dilemma des Dokumentarfilmlebens gleich zu Anfang seines Vortrags zusammen. Ausgebeutet seien sie wie Migranten bei illegaler Schwarzarbeit, vom Elend in dieser Welt inspirierend lebend, staunend sich permanent in Fremdterritorien bewegend und begegnen dabei kreativ spielerisch der ganzen Misere mit einem Lachen. Ein Auszug aus dem Vortrag und die ganze Rede und sich anschließende Diskussion in der in der Dokumentation Dokville 2012

Wir kochen kriminell

Selbst blaue Bohnen wollen richtig zubereitet sein. Pepe Danquart erklärt anläßlich seines Films „Basta. Rotwein oder Totsein” Peter Krobath, warum gerade die größten Gangster oft auch die größten Genießer sind. Das Interview fand am 29. Juli 2004 in Berlin statt. Hier als pdf.